Limitierte Ressourcen: Erfolgsfaktor oder Hindernis?

Ein Zwischenruf

Bei jedem Business Review hört man dieselben Klagen: Stünden mir mehr Ressourcen zur Verfügung, dann könnte ich …., würde ich …., hätte ich meine Ziele erreicht. Vielleicht ist solches Lamentieren aber auch nur ein schiefes Management- und Führungsverständnis. Menschlich verständlich scheint diese Argumentation erst einmal zu sein. Ebenfalls nachvollziehbar ist der Wunsch, auch endlich einmal aus den Vollen schöpfen zu können. Angeblich kann dies ja immer nur der Wettbewerber. Nur sei die Frage erlaubt, braucht es dann noch Führungskräfte? Die Kunst der Führung besteht doch gerade darin, mit limitierten Ressourcen clever zu agieren, zu priorisieren und den Blick für das Wesentliche zu behalten. Ressourcen sind immer limitiert – niemand hat genug motivierte Mitarbeiter, genug Mittel, genug Zeit. Deshalb wird viel über Zeitmanagement und Mitteleinsatz diskutiert. Bei der Ressource Motivationslage der Mitarbeitenden gibt es hingegen manchmal erstaunlich simple Vorstellungen. Das Möhren- und Esel-Modell ist noch nicht ausgestorben.

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Entscheiden können

Von der Philosophie für die Führung lernen

Führungskräfte müssen entscheiden. Dies gilt erst recht in Krisensituationen mit vielen Variablen und offenen Fragen. Entscheiden ist wichtig, nur an welchen Kriterien kann man seine Entscheidung ausrichten? Entscheidungen im Unternehmen, in der Politik, in jeder Gemeinschaft haben immer mit Gerechtigkeit zu tun. Gerade hierüber lamentieren viele, da sie angeblich mit ihren Interessen nicht angemessen bei einer Entscheidung berücksichtigt wurden. Ein Beispiel aus der Corona-Diskussion: Wieso haben wir Einschränkungen, die anderen dürfen doch auch …? Hier müssen die Überlegungen ansetzen, da es viele verschiedene Formen von Gerechtigkeit gibt.

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Führung in der Schule – zwei Welten treffen aufeinander?

Ein Gespräch

Anne Glöggler: Herr Bangert, Sie sind Rektor einer Realschule, Dozent und haben jetzt aktuell ein neues Buch herausgegeben über Verhaltensweisen guter Lehrer. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie Schulleiter ihre Kollegen und Kolleginnen in der Schule gut führen können. Was war Ihre zentrale Motivation, so ein Buch zu schreiben?

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Demotivation durch falsche Rücksicht – Ein Kommentar

Gleichmachererei und der Weg des geringsten Widerstandes ist gleichbedeutend mit einer Demotivation von Leistungsträgern.

COVID-19 und der gesellschaftliche Lock-Down wirken auf vieles wie ein Brennglas. Jetzt zeigt sich in den Unternehmen, welche Prozesse auch in Belastungssituationen funktionieren. Man erkennt deutlich, wer ein echter Leistungsträger ist, der solidarisch agiert und sich einbringt, und eben auch, wer dies nicht tut. Auch sieht man, welche Führungskräfte mitarbeiter- und (!) kundenorientiert sind oder wer nur sich selbst im Blick hat.

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Mitarbeiterführung im Homeoffice – Erfahrungen aus der „Corona-Zeit“

Arbeit im Homeoffice: Für viele geeignet, aber nicht für alle Mitarbeitenden.

Für viele Führungskräfte bedeutete und bedeutet die Corona-bedingte und erzwungene Arbeit im Homeoffice eine große Herausforderung; sowohl organisatorisch als auch psychologisch. Die Reaktionen der Mitarbeitenden decken das ganze Spektrum ab: von positiv und leistungsfördernd bis hin zu demotivierend und leistungshemmend.

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Integre Führung: Ethisches Handeln von Vorgesetzten

Ein Fallbericht

Was passiert mit hochmotivierten Mitarbeitern, wenn die Vorgesetzten ihre Vorbildfunktion nicht wahrnehmen? Und wie lässt sich das vermeiden?

Die Situation

Eine junge Mitarbeiterin tritt voller Freude ihre neue Stelle als Junior-Marketingmanagerin an. Die Aufgabe gefällt ihr gut, sie stellt jedoch nach kurzer Zeit fest, dass ihre direkte Chefin offensichtlich nicht sehr gut mit ihrem Vorgesetzten, dem Marketingdirektor, zurechtkommt.

Einige Wochen später bestellt der Marketingdirektor die Juniormanagerin in sein Büro und äußert nach kurzem Vorgeplänkel, dass sie inzwischen ja wohl auch schon festgestellt hätte, welche Unzulänglichkeiten ihre direkte Vorgesetzte habe. Er würde sehr gerne konkrete Hinweise von der Juniormanagerin über Fehlverhalten jeglicher Art ihrer Vorgesetzten erhalten, um den Low-Performer-Prozess möglichst schnell beenden zu können. Wenn die Juniormanagerin ihm hierbei hilfreich zur Seite stünde, solle dies nicht zu ihrem Nachteil sein, denn dann würde ja bald eine entsprechende Stelle frei, die schnell wieder nachbesetzt werden müsse.

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Professionelles Verhalten in Stress- und Krisenzeiten

Beruflichen Stress bei sich und den Mitarbeitenden zu reduzieren ist ein Kennzeichen verantwortungsvoller Führungskräfte.

Mehr als dreimal so viele E-Mails ***  Mitarbeitende sind nicht präsent  ***  Entscheidungen verzögern sich  ***  das Business läuft weiter  ***  viele kleine Dinge nerven plötzlich und Spannungen entstehen ***  Fehler häufen sich  ***  das eigene Frustrationslevel sinkt

Das sind die Situationen, die richtig Stress bedeuten können. Diese Faktoren können die Leistungsfähigkeit einschränken und auf Dauer sogar krank machen. Gerade wenn es zum Beispiel bei großen Veränderungen darauf ankommt, dass Führungskräfte und Mitarbeiter in der Organisation belastbare sind, ist es wichtig, sich als Chef dem Thema „Umgang mit Stress“ zu widmen.

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Führung im Wissenschaftsbetrieb

Viele Pharmaunternehmen mit innovativer Pipeline beschäftigen mittlerweile zahlreiche Mitarbeiter auf medizinischen Rollenprofilen – intern, außendienstbasiert, bis zu 25 % der Mitarbeiter – und erinnert damit in einigen Bereichen mehr an einen Wissenschaftsbetrieb als an ein kommerzielles Unternehmen. So ist auf der einen Seite essenziell, die Komplexität einer erfolgreichen Kommunikation mit Studienzentren oder hochspezialisierten Therapiezentren zu meistern, es birgt auf der anderen Seite aber auch Risiken für den kommerziellen Erfolg.

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Umgang auf Augenhöhe

Ein Zwischenruf

Augenhöhe ist ein Begriff, der derzeit viel diskutiert wird. Jeder möchte verständlicherweise, dass auf Augenhöhe mit ihm umgegangen wird. Bei Kursen zur Aufmerksamkeit, zur Achtsamkeit, zur gewaltfreien Kommunikation – überall taucht der Begriff Augenhöhe auf. Nur, was ist Augenhöhe eigentlich konkret? Zwei wichtige Aspekte hierzu: zum einen innere Haltung, zum anderen Kommunikation.

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