Zeit verwenden – Zeit verschwenden. Was ist mir wichtig?

Viele Führungskräfte klagen über einen Mangel an Zeit. Bei genauer Betrachtung lassen sich verschiedene Bereiche der eigenen Zeitgestaltung unterscheiden. Sachzwänge, bei denen man fremdbestimmt ist: Diese müssen gut organisiert sein. Hierunter fallen zum einen berufliche Termine, im Privaten aber auch einfach zum Beispiel schreiende Kleinkinder, die zu betreuen sind und die jede Planung über den Haufen werfen. Wenn wir unsere Zeit hingegen selbst bestimmen können, handelt es sich eher um ein Priorisierungsthema: „Ich habe keine Zeit für dies oder das, weil mir etwas anderes eben wichtiger ist.“

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Mitarbeiterführung im Homeoffice – Erfahrungen aus der „Corona-Zeit“

Für viele Führungskräfte bedeutete und bedeutet die Corona-bedingte und erzwungene Arbeit im Homeoffice eine große Herausforderung; sowohl organisatorisch als auch psychologisch. Die Reaktionen der Mitarbeitenden decken das ganze Spektrum ab: von positiv und leistungsfördernd bis hin zu demotivierend und leistungshemmend.

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Von der Kollegin zur Vorgesetzten – den Wechsel aktiv gestalten

Wenn ein Mitarbeitender aus einem Team zur Führungskraft für seine bisherigen Kolleginnen und Kollegen befördert wird, hat dies Vor- und Nachteile. Erforderlich sind in jedem Fall ein Mindchange bei der neu ernannten Führungskraft und die Unterstützung durch die übergeordneten Chefs.

Situation

„Wann werde ich endlich von meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als Vorgesetzte wahrgenommen?“ fragt sich eine erfahrene Praxisangestellte, die seit zwei Jahren in einer großen internistischen Gemeinschaftspraxis tätig ist.

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Führung achtsam und wirksam?

Ein Interview mit Dr. Stefan Kiechle SJ

Anne Glöggler: Pater Kiechle, Sie sind Priester, promovierter Theologe, Buchautor und Jesuit. Sie hatten in Ihrem Orden mehrere Leitungsfunktionen inne und waren von 2010 bis 2017 auch Provinzial, also Chef des Ordens in Deutschland. Ganz aktuell haben Sie ein Buch über Führung geschrieben mit dem Titel „Achtsam und wirksam“. Wie ist das zu verstehen?

P. Stefan Kiechle: Diese beiden Adjektive drücken den Kern unseres jesuitischen Führungsverständnisses aus. „Achtsam“ heißt, dass ich die Menschen wirklich wahrnehme – die Menschen, die ich direkt führe, und die Menschen, für die ich weitere Verantwortung habe; dass ich diese Menschen in ihrer Würde wahrnehme, mit ihren Werten und Bedürfnissen, und gut mit ihnen umgehe. „Wirksam“ heißt, dass die Führung effektiv sein muss, denn es sollen ja Ergebnisse entstehen. Manchmal stehen die beiden Prinzipien „achtsam“ und „wirksam“ gegeneinander: Wenn man z. B. mit Mitarbeitern gut umgehen will und andererseits um der Wirksamkeit willen jemanden entlassen muss, dann gibt’s ein Problem. Das muss man ausgleichen und Wege finden.

Anne Glöggler: Inwiefern lassen sich Ihre Gedanken auf den Wirtschaftsbereich übertragen?

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