Limitierte Ressourcen: Erfolgsfaktor oder Hindernis?

Ein Zwischenruf

Bei jedem Business Review hört man dieselben Klagen: Stünden mir mehr Ressourcen zur Verfügung, dann könnte ich …., würde ich …., hätte ich meine Ziele erreicht. Vielleicht ist solches Lamentieren aber auch nur ein schiefes Management- und Führungsverständnis. Menschlich verständlich scheint diese Argumentation erst einmal zu sein. Ebenfalls nachvollziehbar ist der Wunsch, auch endlich einmal aus den Vollen schöpfen zu können. Angeblich kann dies ja immer nur der Wettbewerber. Nur sei die Frage erlaubt, braucht es dann noch Führungskräfte? Die Kunst der Führung besteht doch gerade darin, mit limitierten Ressourcen clever zu agieren, zu priorisieren und den Blick für das Wesentliche zu behalten. Ressourcen sind immer limitiert – niemand hat genug motivierte Mitarbeiter, genug Mittel, genug Zeit. Deshalb wird viel über Zeitmanagement und Mitteleinsatz diskutiert. Bei der Ressource Motivationslage der Mitarbeitenden gibt es hingegen manchmal erstaunlich simple Vorstellungen. Das Möhren- und Esel-Modell ist noch nicht ausgestorben.

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Einerseits – Andererseits

Ein Denk- und Verhaltensmodell in Coronazeiten

Manfred Schmidt, Abteilungsleiter im Marketing eines Consumerkonzerns, fragt sich derzeit immer wieder. Wie verhalte ich mich jetzt richtig? Was tue ich, was lasse ich? Wie gehe ich selbst mit meiner Ungewissheit um? Wie komme ich meiner Führungsverantwortung nach? Er sucht den für sich selbst richtigen und stimmigen Weg.

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Die feine Linie zwischen Eigenverantwortung und Teamzugehörigkeit

Ein Zwischenruf

Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Kritikfähigkeit. Diese Eigenschaften schreiben sich Mitarbeiter*innen gerne auf die Fahne. Gleichzeitig sind dies Anforderungen, die berechtigterweise mehr denn je auch von ihnen selbst erwartet werden.

Das Ziel ist es, die Stärken jedes Einzelnen und jeder Einzelnen zu nutzen, individuelle Herangehensweisen zu vergleichen und gemeinsam Best Practice zu definieren. Hier liegt die Herausforderung: der Spagat zwischen „individuell“ und „gemeinsam“. Dies muss von Führungskräften festgelegt und gemanagt werden.

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Zwischen „a Euzerl“ und „vü“*

*a Euzerl: ein Stückchen, ein wenig; vü: viel

Zwei Seiten einer Medaille

Die letzten Monate brachten viel Neues, Bedauerliches, Überraschendes und Einschneidendes; viele Veränderungen wurden erforderlich bei persönlichen Gewohnheiten, beruflichen Aktivitäten und Traditionen. Es wurden wie mit einem Scheinwerfer auch Themen ausgeleuchtet, die sehr unterschiedlich von den einen als „latent“, von anderen als „virulent“ eingestuft wurden.

Homeoffice

In der Vergangenheit war Homeoffice in Österreich eher ein Minderheitenprogramm, das von einer überschaubaren Anzahl an Arbeitnehmer*innen (für sich) und Führungskräften (für Mitarbeiter*innen) promotet wurde. Die Corona-Pandemie brachte hier eine massive (vorübergehende?) Beschleunigung.

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Schule leiten in Zeiten von Corona

Achtsam und klar!

Die Corona-Pandemie belastet uns alle; im Arbeitsumfeld die Mitarbeiter/innen und auch die Führungskräfte sowohl von Unternehmen als auch von Schulen.

Viele sich teilweise widersprechende Regelungen und Verordnungen, die Notwendigkeit, diese den Betroffenen verständlich zu kommunizieren und deren konkrete Umsetzung sicherzustellen sind oft eine Herausforderung.  Die Nerven liegen blank. Wie können pädagogische Führungskräfte hiermit umgehen? Wie lässt sich integre Führung in unsicheren Zeiten praktizieren? Welche Haltung und welches Verhalten werden berechtigterweise von Schulleitungen erwartet?

Vier Prinzipien pädagogischen Führungshandelns erscheinen hier besonders wirksam:

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Kamera an!

Hürden im Umgang mit der Kamera bei Video-Calls

Die Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Homeoffice arbeiten, ist anspruchsvoll und hat eigene Herausforderungen. Die Grundprinzipien sind zwar einfach: mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden, weniger Kontrolle, mehr Begleitung und neue Arbeitstechniken wie Online-Kommunikation. Die konkrete Umsetzung ist dagegen gar nicht einfach, weil Gewohnheiten und Verhaltensweisen verändert werden müssen.

Bemerkenswert ist, dass nach einem Jahr Corona die Nutzung der Kamera während Online-Besprechungen für viele (noch) nicht selbstverständlich ist. Dafür gibt es allerdings nachvollziehbare Gründe:

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Sind Bergsteiger die besseren Führungskräfte?

Bergsteiger und Führungskräfte haben viele Dinge gemeinsam. Unter anderem eine ausgeprägte Reflexion und eine gute Entscheidungstechnik.

Jein! Genauso gut könnte man fragen, ob Juristen, Ärzte oder Theologen die besseren Führungskräfte sind. In allen Berufen gibt es gute und nicht so gute Führungskräfte. Eine sinnvolle Frage wäre, was kann eine Führungskraft durch Bergsteigen für ihre Führungsarbeit lernen.

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Demotivation durch falsche Rücksicht – Ein Kommentar

Gleichmachererei und der Weg des geringsten Widerstandes ist gleichbedeutend mit einer Demotivation von Leistungsträgern.

COVID-19 und der gesellschaftliche Lock-Down wirken auf vieles wie ein Brennglas. Jetzt zeigt sich in den Unternehmen, welche Prozesse auch in Belastungssituationen funktionieren. Man erkennt deutlich, wer ein echter Leistungsträger ist, der solidarisch agiert und sich einbringt, und eben auch, wer dies nicht tut. Auch sieht man, welche Führungskräfte mitarbeiter- und (!) kundenorientiert sind oder wer nur sich selbst im Blick hat.

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Zeit verwenden – Zeit verschwenden. Was ist mir wichtig?

Zeit ist oft ein Priorisierungsthema. Für wichtige Dinge hat jeder die Zeit.

Viele Führungskräfte klagen über einen Mangel an Zeit. Bei genauer Betrachtung lassen sich verschiedene Bereiche der eigenen Zeitgestaltung unterscheiden. Sachzwänge, bei denen man fremdbestimmt ist: Diese müssen gut organisiert sein. Hierunter fallen zum einen berufliche Termine, im Privaten aber auch einfach zum Beispiel schreiende Kleinkinder, die zu betreuen sind und die jede Planung über den Haufen werfen. Wenn wir unsere Zeit hingegen selbst bestimmen können, handelt es sich eher um ein Priorisierungsthema: „Ich habe keine Zeit für dies oder das, weil mir etwas anderes eben wichtiger ist.“

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Korrekt gendern – ein Thema für Führungskräfte?

Jeder hat das Recht und den legitimen Anspruch, korrekt angesprochen zu werden. Nur wie?

Viele Millennials kommen jetzt in die Unternehmen und bringen einen ganz anderen Kommunikationsstil mit. Zum Beispiel ist geschlechtsneutrale Kommunikation für viele eine Selbstverständlichkeit. Korrektes „Gendern“ wird damit zur Führungsaufgabe auch für diejenigen Führungskräfte, die einer anderen Generation angehören.

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