Integre Führung: Ethisches Handeln von Vorgesetzten

Ein Fallbericht

Was passiert mit hochmotivierten Mitarbeitern, wenn die Vorgesetzten ihre Vorbildfunktion nicht wahrnehmen? Und wie lässt sich das vermeiden?

Die Situation

Eine junge Mitarbeiterin tritt voller Freude ihre neue Stelle als Junior-Marketingmanagerin an. Die Aufgabe gefällt ihr gut, sie stellt jedoch nach kurzer Zeit fest, dass ihre direkte Chefin offensichtlich nicht sehr gut mit ihrem Vorgesetzten, dem Marketingdirektor, zurechtkommt.

Einige Wochen später bestellt der Marketingdirektor die Juniormanagerin in sein Büro und äußert nach kurzem Vorgeplänkel, dass sie inzwischen ja wohl auch schon festgestellt hätte, welche Unzulänglichkeiten ihre direkte Vorgesetzte habe. Er würde sehr gerne konkrete Hinweise von der Juniormanagerin über Fehlverhalten jeglicher Art ihrer Vorgesetzten erhalten, um den Low-Performer-Prozess möglichst schnell beenden zu können. Wenn die Juniormanagerin ihm hierbei hilfreich zur Seite stünde, solle dies nicht zu ihrem Nachteil sein, denn dann würde ja bald eine entsprechende Stelle frei, die schnell wieder nachbesetzt werden müsse.

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Integre Führung: Sorgen von Mitarbeitern ernst nehmen

Ein Fallbericht

Ein IT-Unternehmen hat zum 1. Januar 2020 jegliche Art von Homeoffice eingestellt. Der Grund: Einige Mitarbeiter hatten im Vorjahr das gewährte Homeoffice nachweisbar ausgenutzt. Vereinbarte (und übliche!) Timelines wurden deutlich überschritten. Einige betroffene Mitarbeiter wurden stattdessen in der Stadt beim Einkaufen mit Familien gesehen.

Die  Situation

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mecklenburg-Vorpommern besitzt eine Niederlassung in München. Da mehr und mehr Coronafälle aus Italien, Tirol und auch aus Bayern, insbesondere dem Großraum München berichtet werden, geht bei den Mitarbeitenden die Angst um und nimmt von Tag zu Tag zu. Die Münchner Mitarbeiter bitten wiederholt darum – auch mit Unterstützung durch den Betriebsrat – im Homeoffice arbeiten zu dürfen.

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Vertrauen und sich kennen als Basis für integre Führung

Ein Fallbericht

Vertrauen, Vertrauenswürdigkeit und Integrität sind erst einmal abstrakte Begriffe. Sie werden aber konkret, wenn ihre Umsetzung im beruflichen Alltag betrachtet wird.

Die Situation:

Ein auf Basis seiner extrem effizienten, auffallend strategisch und analytischen Fähigkeiten frisch ernannter Senior-Produktmanager (PM) bekommt seine erste Mitarbeiterin: eine kreative muntere Junior-PM, die alles geben will, um ihre neue Stelle, nach der sie sich lange gesehnt hat, gut auszufüllen. Beide sitzen in einem Großraumbüro hintereinander in einer Ecke, die Umsätze ihrer Produkte, für die sie zuständig sind, laufen gut, aber die Stimmung zwischen beiden wird immer unangenehmer. Es dauert nur wenige Wochen, bis beide bei dem vorgesetzten Marketingleiter aufschlagen.

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