Limitierte Ressourcen: Erfolgsfaktor oder Hindernis?

Ein Zwischenruf

Bei jedem Business Review hört man dieselben Klagen: Stünden mir mehr Ressourcen zur Verfügung, dann könnte ich …., würde ich …., hätte ich meine Ziele erreicht. Vielleicht ist solches Lamentieren aber auch nur ein schiefes Management- und Führungsverständnis. Menschlich verständlich scheint diese Argumentation erst einmal zu sein. Ebenfalls nachvollziehbar ist der Wunsch, auch endlich einmal aus den Vollen schöpfen zu können. Angeblich kann dies ja immer nur der Wettbewerber. Nur sei die Frage erlaubt, braucht es dann noch Führungskräfte? Die Kunst der Führung besteht doch gerade darin, mit limitierten Ressourcen clever zu agieren, zu priorisieren und den Blick für das Wesentliche zu behalten. Ressourcen sind immer limitiert – niemand hat genug motivierte Mitarbeiter, genug Mittel, genug Zeit. Deshalb wird viel über Zeitmanagement und Mitteleinsatz diskutiert. Bei der Ressource Motivationslage der Mitarbeitenden gibt es hingegen manchmal erstaunlich simple Vorstellungen. Das Möhren- und Esel-Modell ist noch nicht ausgestorben.

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Entscheiden können

Von der Philosophie für die Führung lernen

Führungskräfte müssen entscheiden. Dies gilt erst recht in Krisensituationen mit vielen Variablen und offenen Fragen. Entscheiden ist wichtig, nur an welchen Kriterien kann man seine Entscheidung ausrichten? Entscheidungen im Unternehmen, in der Politik, in jeder Gemeinschaft haben immer mit Gerechtigkeit zu tun. Gerade hierüber lamentieren viele, da sie angeblich mit ihren Interessen nicht angemessen bei einer Entscheidung berücksichtigt wurden. Ein Beispiel aus der Corona-Diskussion: Wieso haben wir Einschränkungen, die anderen dürfen doch auch …? Hier müssen die Überlegungen ansetzen, da es viele verschiedene Formen von Gerechtigkeit gibt.

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Einerseits – Andererseits

Ein Denk- und Verhaltensmodell in Coronazeiten

Manfred Schmidt, Abteilungsleiter im Marketing eines Consumerkonzerns, fragt sich derzeit immer wieder. Wie verhalte ich mich jetzt richtig? Was tue ich, was lasse ich? Wie gehe ich selbst mit meiner Ungewissheit um? Wie komme ich meiner Führungsverantwortung nach? Er sucht den für sich selbst richtigen und stimmigen Weg.

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Sind Bergsteiger die besseren Führungskräfte?

Bergsteiger und Führungskräfte haben viele Dinge gemeinsam. Unter anderem eine ausgeprägte Reflexion und eine gute Entscheidungstechnik.

Jein! Genauso gut könnte man fragen, ob Juristen, Ärzte oder Theologen die besseren Führungskräfte sind. In allen Berufen gibt es gute und nicht so gute Führungskräfte. Eine sinnvolle Frage wäre, was kann eine Führungskraft durch Bergsteigen für ihre Führungsarbeit lernen.

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Verantwortung

Verantwortung hat zwei Richtungen: Gegenüber dem Unternehmen und gegenüber den Mitarbeitenden.

Ich trage Verantwortung für zig Millionen Umsatz und habe Hunderte von Mitarbeitern. So oder so ähnlich hört man es oft von Führungskräften. Viele berauschen sich hier mit großen Zahlen. Nur, was heißt eigentlich „Ich trage Verantwortung“ und wie wird Verantwortung unter ethischen Gesichtspunkten gelebt –  vor allem jetzt in der Corona-Zeit?

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Demotivation durch falsche Rücksicht – Ein Kommentar

Gleichmachererei und der Weg des geringsten Widerstandes ist gleichbedeutend mit einer Demotivation von Leistungsträgern.

COVID-19 und der gesellschaftliche Lock-Down wirken auf vieles wie ein Brennglas. Jetzt zeigt sich in den Unternehmen, welche Prozesse auch in Belastungssituationen funktionieren. Man erkennt deutlich, wer ein echter Leistungsträger ist, der solidarisch agiert und sich einbringt, und eben auch, wer dies nicht tut. Auch sieht man, welche Führungskräfte mitarbeiter- und (!) kundenorientiert sind oder wer nur sich selbst im Blick hat.

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Zeit verwenden – Zeit verschwenden. Was ist mir wichtig?

Zeit ist oft ein Priorisierungsthema. Für wichtige Dinge hat jeder die Zeit.

Viele Führungskräfte klagen über einen Mangel an Zeit. Bei genauer Betrachtung lassen sich verschiedene Bereiche der eigenen Zeitgestaltung unterscheiden. Sachzwänge, bei denen man fremdbestimmt ist: Diese müssen gut organisiert sein. Hierunter fallen zum einen berufliche Termine, im Privaten aber auch einfach zum Beispiel schreiende Kleinkinder, die zu betreuen sind und die jede Planung über den Haufen werfen. Wenn wir unsere Zeit hingegen selbst bestimmen können, handelt es sich eher um ein Priorisierungsthema: „Ich habe keine Zeit für dies oder das, weil mir etwas anderes eben wichtiger ist.“

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1st-line-Manager. Eine kritische Gruppe bei Veränderungen

Veränderungen können unterstützt, erduldet oder blockiert werden. Nicht alle Führungskräfte sehen Veränderungen positiv.

Kulturelle Veränderungen in Unternehmen sollen alle Mitarbeiter erreichen. Nicht selten sickern gute Gedanken und Strategien in einer Organisation aber nicht bis zu den Mitarbeitenden durch. Eine kritische Gruppe bei Veränderungen scheinen die 1st-line-Manager zu sein, die direkt mit den Mitarbeitenden zusammenarbeiten. Es gibt in dieser Gruppe Manager, die ihre Funktion als Durchgangsstation in ihrer Karriere ansehen. Diese stehen Veränderungen oft positiv gegenüber. Diejenigen Mitarbeiter jedoch, die den Sprung vom Mitarbeiter zur Führungskraft geschafft und bereits auf der ersten Führungsebene die Endstufe ihrer Karriere erreicht haben, diese blockieren oft.

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Die Führungskraft nur noch ein Coach?

Führung verändert sich. Überflüssig werden professionelle Führungskräfte dadurch nicht. Im Gegenteil!

Einige Autoren empfehlen heutigen Führungskräften, mehr Mentor und Coach ihrer Mitarbeitenden zu sein und weniger Chef. Um diese Empfehlung richtig einzuordnen, ist zuerst die Frage zu klären, was Führung eigentlich ausmacht.

Personalität und Funktionalität

Es gibt personale Führungskonzepte, zum Beispiel das Konzept der integren Führung, die den Menschen in den Fokus nehmen, und funktionale Konzepte, zum Beispiel das Konzept des Shareholder Values, die die Mitarbeitenden nur in einer bestimmten Funktion sehen.

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Umgang mit anderen Meinungen

Eine Position

Die eigene Meinung offensiv zu vertreten, wird oft mit Durchsetzungskraft gleichgesetzt – ein Zeichen von Ich-Stärke. Eine Position zu einem Aspekt entwickelt zu haben, hat auch etwas mit intellektuellem Schafferstolz zu tun: Ich habe mich damit beschäftigt, mich mit vielen Meinungen auseinandergesetzt und dann letztendlich meine eigene Position formuliert: Das Ergebnis anspruchsvoller gedanklicher Arbeit, worauf man stolz sein darf.

Ringe um die Meinung des anderen

Wenn zwei Meinungen aufeinanderprallen und beide Personen von ihren Positionen sehr überzeugt sind, kann dies aber auch zu Konflikten führen, wenn hiermit nicht kooperativ umgegangen wird.

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