Interkulturelle Kompetenz – kein „Nice-to-have“, sondern ein „Must“

Wissen. Reflexion. Handlung.

In unserer „globalisierten“ Welt, in der wir so miteinander vernetzt sind wie noch nie zuvor, ist interkulturelle Kompetenz eine Schlüsselqualifikation für Mitarbeitende, Führungskräfte und das gesamte Unternehmen.

Sich Verstehen – die Basis für Erfolg

Die Corona-Krise zeigt uns deutlich, wie vieles ineinandergreift und wie sehr wir voneinander abhängen. Das gilt sowohl für die Gesellschaft als auch für Unternehmen. Wir sind bereits so miteinander verbunden, dass wir folglich eine Verantwortung füreinander haben: für die Gesundheit jedes Einzelnen zum Beispiel, aber auch für unseren Umgang miteinander. Die Basis jedes Miteinanders und jeder Kommunikation ist sich zu verstehen. Und damit ist kein Kuschelkurs gemeint, sondern ein reibungsloses Verstehen im Sinne des Unternehmens und des Einzelnen. Wir können es uns immer weniger leisten, darauf zu verzichten, uns nicht zu verstehen, da sowohl das einander Verstehen als auch das Nicht-Verstehen unmittelbare Auswirkungen auf Firmenergebnisse und auf weiche Faktoren haben kann: die interne Stimmung, Gerüchte, das Image einzelner Personen, einer Abteilung und des gesamten Unternehmens. Fehler, Fettnäpfchen, Missverständnisse, bereits eine falsche Äußerung können den Erfolg einer Unternehmung oder eines Projektes gefährden.

Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden – Selbstreflexion und Horizonterweiterung

Führungskräfte haben eine besondere Verantwortung, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit anderen Kulturen zu sensibilisieren und zu schulen, sowohl im Umgang mit externen Kunden als auch firmenintern bei der Zusammenarbeit in internationalen Teams oder mit anderen bi- oder multikulturell geprägten Mitarbeitenden. Die Entwicklung interkultureller Kompetenz im eigenen Zuständigkeitsbereich ist daher heute eine Aufgabe für verantwortungsvolle Führungskräfte, die es früher in dieser Form noch nicht gab.

Hilfreich ist dabei, sich als Unternehmen zu Diversität, Internationalität und Weltoffenheit zu bekennen und die entsprechenden Werte im Unternehmensleitbild zu verankern. Dies gibt Orientierung. Führungskräfte müssen diese Werte aber auch vorleben, sich auf andere Denkweisen und kulturell unterschiedliche Werteprägungen in der Kommunikation einstellen können.

Die Förderung interkultureller Kompetenz ist ein kontinuierlicher Prozess und eine Querschnittsaufgabe. In einer Kultur gegenseitiger Wertschätzung und regelmäßiger Selbstreflexion kann etwas besser wachsen. Die Mitarbeiterzufriedenheit steigt, es besteht die Chance, voneinander zu lernen und kulturelle Diversität als Ressource zu sehen und zu nutzen.

Konkreter Nutzen – ein Gewinn für alle

Eine verbesserte interkulturelle Kompetenz kann Konflikte minimieren sofern diese auf Missverständnisse oder fehlende interkulturelle Sensibilität zurückzuführen sind und damit Energie, Zeit und Geld einsparen.

Optimierte interkulturelle Kompetenz hat darüber hinaus den Nebeneffekt, die Perspektiven und Horizonte der Mitarbeitenden zu erweitern. Damit trägt sie zur Persönlichkeitsentwicklung der Kolleginnen und Kollegen bei. Zusätzlich zeigten zahlreiche soziologische Studien, dass die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ und „Anderem“ die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens steigert.

Interkulturelle Kompetenz nutzt den Einzelnen und dem Unternehmen

Wenn Führungskräfte die Entwicklung interkultureller Kompetenz bei sich selbst und bei ihren Mitarbeitenden als wichtige Führungsaufgabe verstehen, nutzt dies sowohl jedem Einzelnen als auch dem gesamten Unternehmen.
(www.fahimsobat.de)

Autor/Autorin

Fahim Sobat hat Soziologie und Kulturwissenschaften studiert und ist ausgebildet in Performance Studies. Er ist in Afghanistan geboren und bi-kulturell in Deutschland aufgewachsen. Als freiberuflicher interkultureller Berater, Trainer und Coach versteht er sich nicht nur als „Kopfwerker”, sondern auch als „Hand- und Herzwerker” und als „Brückenbauer“ zwischen den Kulturen – und dabei immer praxisnah. Als ausgewiesener Experte für interkulturelle Kompetenz schult er seit vielen Jahren Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, in der Verwaltung sowie in karitativen Organisationen zu kultursensibler Führung, interkultureller Kommunikation, kulturvergleichender Landeskunde und zur Führung interkultureller Teams.

Autor: Fahim Sobat

Fahim Sobat hat Soziologie und Kulturwissenschaften studiert und ist ausgebildet in Performance Studies. Er ist in Afghanistan geboren und bi-kulturell in Deutschland aufgewachsen. Als freiberuflicher interkultureller Berater, Trainer und Coach versteht er sich nicht nur als „Kopfwerker”, sondern auch als „Hand- und Herzwerker” und als „Brückenbauer“ zwischen den Kulturen – und dabei immer praxisnah. Als ausgewiesener Experte für interkulturelle Kompetenz schult er seit vielen Jahren Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, in der Verwaltung sowie in karitativen Organisationen zu kultursensibler Führung, interkultureller Kommunikation, kulturvergleichender Landeskunde und zur Führung interkultureller Teams.

2 Gedanken zu „Interkulturelle Kompetenz – kein „Nice-to-have“, sondern ein „Must““

  1. Danke für den Beitrag! Dass die interkulturellen Kompetenzen immer wichtiger werden, kann ich allein schon an der immer größeren Diversität bei den Recruiting-Prozessen feststellen – unabhängig von der Branche, der Ausbildung und der Art der Position.

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